Candy Bukowski

Autorenblog


Ein Kommentar

Liebster

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Es ist schändlich. Bereits im November wurde ich durch den, von mir hochgeschätzten Monsieur Manie (…Schreiber vor dem Herrn, ein schmerzhafter Denker und noch viel schlimmerer Fühler, einer dem ich stundenlang mit angestrenger Stirnfalte auf seinen Lesungen lauschen könnte und dessen wortbändigender Wahnsinn mich wie kein anderer mitten in den Solarplexus treten und dennoch befreit durchatmen lassen kann…) für  den Liebster Blog Award nominiert. Und ich habe es nicht einmal mitbekommen, weil ich meine Lieblingslese-Blogs seit geraumer Zeit sträflich vernachlässige, mein eigenes sowieso, irgendwie ist zuviel Leben, zumindest zuviel Alltag. Ach was! Zu viel verschenkte Zeit für irgendwas. Und dann finde ich nun durch Zufall seine Einladung. Schändlich, wie gesagt. Lieber Monsieur Manie, ich bitte vielmals um Entschuldigung, danke herzlich für die Wertschätzung und hole jetzt pronto die Beantwortung der Fragen nach, zu denen Du mich eingeladen hast.

1. Welcher Autor hat dich das letzte Mal berührt? (Im Zweifelfall auch unsittlich).

Ich habe noch mit keinem Autor geschlafen, das sollte vielleicht auf die Bucket List ;)
Als Erzähler aktuell Robert Seethaler „Der Trafikant“, als Erleber Roger Willemsen mit „Gute Tage – Begegungen mit Menschen und Orten“ und rein persönlich Nina George und Mel Raabe die beide meinen Helden-Roman nicht nur gelesen, sondern auch unglaubliche Worte dafür gefunden haben. Ich gebe zu, das hat mich sehr berührt.

2. Was kann uns noch retten?

Keine Ahnung. Twitter? Alkohol? Der Weltfrieden? Ehrlichkeit? Lüge?
Es mag langweilig klingen, aber ich glaube, wir können uns nur gegenseitig retten.
Länder, die sich gegenseitig unterstützen, Politik die menschlich handelt, Presse die sich von Populismus distanziert, Firmen die Umsatz und Ethik gleichgewichten, das Freiheitsbekenntnis von Rosa Luxemburg, Menschen die Menschen mögen, Liebende die sich eine Insel bleiben. Existieren kann jeder für sich alleine, retten müssen wir uns gegenseitig.

3. Was war dein größtes Scheitern?

Puh. Ich scheitere, wie vermutlich die meinsten Menschen, durchgängig bevorzugt an mir selbst. Vielleicht rede ich mir das mit den anderen Menschen aber auch nur ein, um mich bei dem Thema nicht einsam unfähig fühlen zu müssen. Mein größtes Scheitern wurzelt in einer finanziellen Fehlentscheidung vor vielen Jahren und hat seitdem wie ein unbezwingbarer Dominostein alles folgende touchiert, umgerissen oder sich verzweigt. Ein Sorgengesteuerter Mensch ist unfrei und bräuchte jemanden, der ihn aktiv an die Hand nimmt und ein Ziel definiert. Für einen freiheitsliebenden Menschen wie mich, ebenso viel Widerspruch, wie Fiasko.

4. & was dein kleinster Erfolg?

Der, der Träumer und Spinner. Ich bin immer wieder aufgestanden und habe mir fast trotzig eine Menge Leichtigkeit erhalten.

5. Was davon war im Nachhinein wichtiger & warum?

Was ist wichtiger? Leben oder Lachen? Haben oder Sein? Lieben oder Sicherheit? Daran haben sich schon größere Köpfe die Stirnen blutig gestossen. Ich habe akzeptiert, dass wir diejenigen sind, zu denen wir uns durch unsere Entscheidungen und Nichtentscheidungen machen. Was nicht heißt, dass ich nicht gerne wüßte, welcher Mensch ich durch andere, ja auch bessere, Entscheidungen geworden wäre.

6. Was ist dein Lieblingsort (in deiner Stadt oder: in irgendeiner Stadt)?

Venedig!

7. Weswegen?

Weil es der erste Ort auf der Welt für mich ist, an dem Vergänglichkeit und Verfall ihre wunderschöne, starke Seite zeigen. Dort kann ich die beiden Monster nicht nur ertragen, sondern lieben und annehmen. Welcher Platz täte mehr für mich, als dieser?

8. Welcher persönliche Gegenstand liegt dir am Herzen & warum?

Da gibt es natürlich eine Menge intimer Dinge, die nur für mich eine Bedeutung besitzen. Aber ich habe mich kürzlich tatsächlich eimal gefragt: was wäre denn eigentlich, wenn so ein ganz wahnsinniger Worst Case eintreffen würde? Wenn du dein heiliges Smartphone und alle schnelle Kommunikation nach außen aufgeben müsstest? Was, wenn du gezwungen wärst, all das vermeintlich wichtige Zeug auf etwas zu reduzieren, das du bei dir tragen könntest und das die Kraft hat dich hochzuhalten? Anschließend habe ich einen, vor zwei Jahren erhaltenen, handgeschriebenen Liebesbrief in mein Portemonnaie gefaltet und trage ihn seitdem immer bei mir. Ich denke, er liegt mir wohl sehr am Herzen.

9. Aus welchem Film bist du aufgestanden & gegangen?

Ganz ehrlich? Auch wenn es niemand verstehen wird?
Es war vor vielen Jahren ausgerechnet „Herr der Ringe“ Teil 1. Einen Film, der mit 17 Oscars ausgezeichnet wurde, in der Pause zu verlassen, mag verschroben bis dekadent klingen. Ich schiebe es bis heute darauf, dass der Filmvorführer vermutlich total stoned war und den gesamten Kinosaal mit dem Sound dieses Monumentalstreifens bis nach Mittelerde katapultieren wollte. Mich hat die Aussicht auf drei Stunden Gemetzel in dieser Lautstärke tatsächlich ausgeknockt.


10. 1x dein Beerdigungssong, bitte

Nachdem ich nicht weiß, wie meine Seele an diesem Tag drauf sein wird, schwanke ich zwischen dem fast partytauglich-leichten Klassiker „Seasons in the sun“ und Gloria Gaynor „I am what I am“. Ich glaube, das könnte Spaß machen und ein bißchen Lebendigkeit in die unschöne Veranstaltung powern. Und wenn sich ein paar meiner absoluten Lieblingsmenschen später irgendwo eine Flasche Whiskey von der Tanke holen und einen schönen Platz an der Elbe finden mögen, wäre mein Seelchen damit ganz sicher schwer glücklich:

Der Liebster Award kennt Regeln, die sind mir aber, ebenso wie Monsieur Manie, ehrlich & mal ganz unkonventionell gesagt: wurscht, & zwar reichlich. Ich nominiere, wer mir am Herzen liegt. Das wären vor allem: 1. Westendstories, Künstlerin und herznahe Lieblings-Chaosfrau; 2. Mutterseelesonnig, eine der Alleinerziehenden, die unbedingt mehr zu Wort kommen muss;  3. den klugen, sehr geschätzten Achim Spengler, in der Hoffnung, dass er Lust auf diese kleine Bauchnabel-Show hat.

Meine Fragen , zu denen ich Euch gerne einladen möchte:

1) Was liegt auf dem Nachttisch und warum?
2) Wer bist du morgens um 7?
3) und wer um 23 Uhr?
4) Dein Sehnsuchtsort und einer, an dem du nie wieder sein möchtest
5) Was will / muss unbedingt noch erlebt werden?
6) Was kann Kunst (jegliche Form die Du magst) bewegen?
7) Was macht dich sprachlos?
8) und wobei kannst du nicht an dich halten?
9) Wer oder was würde Dich aktuell am besten retten?
10) Dein ultimativer Mut-, Überlebens- oder Freude-Song ist?


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Lächelnd, ohne Wenn und Aber und ohne jedes halbherzige Vielleicht

Schöne Tage. Viel Lachen und Erzählen, Denken und dann die Gedanken frei-, los-, tanzenlassen. Frauenpowertage. Mädelsabende. Kennt jeder, nennt jeder anders, sind immer großartig. Alles ist großartig, mit einem der richtigen Menschen, zum richtigen Zeitpunkt, am richtigen Ort. Dann wenn alles einfach wird. Das Leichte, das Schwere, wir sehen uns viel zu selten und solltenwollten doch viel öfter… kennt jeder, macht jeder unbelehrbar immer wieder ähnlich falsch, wir befinden uns in bester Gesellschaft.

Wir waren unterwegs. Haben uns ein Taxi geleistet und den Fahrer amüsiert angezickt, weshalb er in einem Großraum-Wagen vorfährt. Keine Frau dieser Welt möchte von solch einem Ding transportiert werden. Wir haben gelacht, als er uns  sein Taxi „als geilste Stretchlimo in town“ verkaufte und waren überrascht, als es im Innenraum tatsächlich sechs gewaltige Ledersitze mit Beinfreiheit für so ziemlich alles gab, wovon man in einem Wagen mit verdunkelten Scheiben so träumen könnte. Die Minibar gestaltete sich als übersichtlich, aber existent. Wir wurden eindeutig schon schlechter chauffiert.

Wir waren trinken. Im sympathischen Wohnzimmer-Club 20457 mit dem freundlichsten Gastgeber von allen. Wir haben in bestem Club-Ritual zusammen mit Toni jeder einen Finger in Sambucca getaucht, sie nacheinander angezündet, im Mund gelöscht und das Teufelszeug anschließend auf ex gekippt. Wir hatten Erdbeerlimes und Aperol Sprizz und ein paar Bier, manchmal brauchst du nicht mehr, manchmal ist dies das Beste für den aktuellen Moment, dessen Vergänglichkeit sich gerne etwas hinziehen dürfte.

Wir hatten den besten Platz an der Theke und der Himmel weiß, Theken können ganz wunderbare, großartige, einsame oder ernüchternde Plätze sein. Und wir waren gerne geduldete Gäste einer, um uns herumbrodelnden, familiären hundert Personen Gesellschaft. Es gab ein 50jähriges Geburtstagskind, ein Ständchen und die besten Songs der 80er. Und fucking nochmal, eine unglaubliche Menge an unheimlich schönen, jungen Menschen . Wir hatten Spaß, mit uns und mit allen und haben sie nach und nach gescannt. Wer mit wem und wer von den Einzelnen auf einer Skala von 0-10…., es gibt bedeutend unlustigeren Zeitvertreib, wenn man zusammen in einer Bar endlich mal wirklich Zeit hat.

Wir waren uns absolut einig, dass das erotischste und interessanteste Paar des Abends, nicht eines der jungen, noch ungelebt glatten war. Sondern eines in den gut Vierzigern. Sie eine klassische Schönheit, hochgewachsen, grazil, mit sinnlichem Mund, Kurzhaarfrisur und sprühenden Augen. Er bärtig, angegraut, groß, breit, Hornbrille, lässiges Jacket. Und beide zusammen eine offensichtliche Insel aus Intimität, Berührung, unheimlich viel Lachen, faszinierender Präsenz. Und es war keine Frage, dass ich mich irgendwann einfach durch die Menge zu ihnen treiben ließ, um ihnen exakt dies auch zu sagen.

Wir waren für ein paar Augenblicke uns Unbekannte mit Seeleenberührung. Weil es so selten ist, dass jemand Schönes ausspricht, obwohl es nach allgemein gültigen Maßstäben nichts zu sagen gäbe. Ohne Erwartung, Sinn oder Ziel, nur einfach ein ehrlicher Moment, der so offen und ungeschützt sicher ist, dass man sich einfach unter Fremden innig in die Arme nehmen und zu Dritt küssen kann. Lächelnd, ohne Wenn und Aber und ohne jedes halbherzige Vielleicht. Ein lebenswert schöner, berührender kleiner Moment.

Wir waren am nächsten Morgen bummeln und die Sonne des Frühlings suchen und haben leider nur seine erste, kleine Wärme gefunden. Aber draußen saßen wir, draußen! Zwei Kaffee im „Westwind“ auf dem Platz bestellt und fast sickert schon wieder Abschiedsstimmung durch den lachenden Rückblick des vergangenen Abends. Wertvoll waren die gemeinsam verbrachten Stunden. Lass uns das bald, hörst Du, nicht erst nach Monaten wieder tun?

Die junge freundliche Bedienung kommt, stellt die Tassen vor uns und ist sichtlich überfordert, als du sie um braunen Zucker oder noch besser Honig bittest und ich sie um Süßstoff.. Sie schaut unsicher von links nach rechts und in ihrem hübschen, blonden Kopf sehen wir Süßes haltlos durch ihre Synapsen schwirren. „Honig – Süßstoff – Honig – Süßstoff“ sage ich deshalb ganz langsam zu ihr und zeige dabei bedächtig jeweils passend zu dir oder zu mir. Ein klein wenig gemein komme ich mir dabei vor. Aber nur ein wenig, ein klitzekleiner, amüsanter Moment ohne böse Tiefe. Auch als wir grinsend beobachten, wie sie schließlich mit angestrengtem Blick und überkreuzten Händen beides vor den passenden Empfänger legt.

„Es ist Saisonstart. Der Service-Nachwuchs orientiert sich noch“, sagst du trocken. Wir schauen uns mit zuckenden Mundwinkeln an und brechen schließlich in Zeitlupe lachend zusammen. Alles ist großartig, mit einem der richtigen Menschen, zum richtigen Zeitpunkt, am richtigen Ort.


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Die totale Grenzerweiterung

Zwei Dinge möchte ich heute gerne loswerden. Überpünktlich eigentlich, ich erkenne mich selbst kaum wieder. Der Grund dafür lautet: Bad Bentheim. Das ist ein erholsames Kaff Örtchen, nahe der niederländischen Grenze, in das ich in Kürze reisen werde, um zu entspannen. Toll, oder? Luxus pur! Ein nigelnagelneuer „Arsch der Welt“ für mich, auf den ich mich unheimlich freue, auch wenn mich nach einer Woche vermutlich die Langeweile zu schrecklichen Sportarten zwingen wird. Man mag sich ja gar nicht ausdenken, zu welch furchtbaren Grenzerweiterungen solch ein Ort einen zu treiben fähig ist.

Am Ende beginne ich so eine klischeegetränkte Kurschatten-Geschichte mit Heinz-Wilhelm aus Castrop-Rauxel. Oder noch frustierender: werde Seidenbatiken. Vielleicht quäle ich Euch auch nur mit frischen Geschichten aus einer neuen Anstalt. Oder blogge mein trostloses Abendessen. Man weiß es nicht. Grenzerweiterung. Krankenkassenabgerechnet. Früher war unbestritten mehr Lametta.

Egal. Was ich eigentlich sagen wollte:
es soll ja ganz zauberhafte Leser*innen unter Euch geben, die meinen Heldenroman so unverschämt gut finden, dass sie ihn sogar zu Weihnachten verschenken wollen. Mit Widmung und so, das macht sich gerade bei unbekannten Autoren noch unheimlich gut, wegen persönlich und so. Ich schreibe da exakt, was Ihr haben wollt, oder dichte aus dem Handgelenk neue Lebensweisheiten, die Euch richtig cool dastehen lassen. Ganz nach Wunsch, Autor zum Anfassen und weiterreichen.

Wenn Ihr allerdings zu diesen zauberhaften Leser*innen gehört, dann solltet Ihr mir unbedingt sehr bald eine Bestellung schicken. Noch bevor mich Heinz-Wilhelm im Frühstücksraum zum Tischtennis-Spielen einlädt. Denn in Bad Bentheim bin ich ja anonym. Keine Sau kennt mich da, und ich werde auch nur ein einziges Exemplar der Helden dabei haben. Meins.

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Denn das brauche ich, um am 9.12. kurz nach Hamburg zurück zu düsen, um meinen Termin im Club 20457 einzuhalten und daraus vorzulesen. Möglichst amüsant und total bewegend. Der coolste Event-Kneipier überhaupt, Antonio Fabrizi, hat mich eingeladen, da einen Helden-Abend zu geben. Der war vor einem Jahr schon super, deshalb machen wir ihn jetzt ganz exklusiv und erlebnisorientiert nochmal größer. Außerdem steht mein Name dort an der Wand, ich muss schauen, was ich letztes Jahr nach vielen Aperol Sprizz dort verbrochen habe.

Der Hammer ist, dass Jan Ehlert vom NDR moderieren wird. Sagt man ja so. In Wahrheit ist er Literaturredakteur und wird mir vermutlich Fragen stellen, von denen ich mir heute noch keinen Begriff mache. Das kann peinlich oder kurzweilig amüsant werden. Auf jeden Fall wäre es natürlich schön, wenn jemand zum Zuschauen, Zuhören und Mittrinken da wäre. Klarer Vorteil eines Clubs: man darf nicht nur, man MUSS trinken. Das kommt mir nach drei Wochen Tischtennis mit Heinz-Wilhelm sehr entgegen, und Euch ja vielleicht auch.

Kurzum: es wäre toll, wenn Ihr kommen würdet!
Am Fr. 9.12. um 20 Uhr gehts los, um 19 Uhr ist Einlass.
Tickets gibt es für € 8,- bei Eventim und anmelden kann man sich hier bei Facebook.

Ahoi!
Ich freue mich auf Euch!
Candy

 


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Die Helden unterwegs

Die Helden waren dank der wundervollen Ute Glathe am Golf von Mexiko. 

Ist das nicht großartig? Ich liebe es! Meint Ihr, wir könnten daraus eine Reihe machen? 

Falls „Wir waren keine Helden“ mit Euch reisen dürfen, als Hardcover oder Ebook, würdet Ihr mir ein Foto davon an einem besonderen Ort schicken? Bitte macht Ihr das, ja? Von Oberammergau bis zum Golf von Mexiko? Das wäre so toll! Bitte! :)

Herzlichst, Candy


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Vom Scheitern, Schreiben & das Näschen mit Textstaub pudern

Himmel! Ich habe einen drei Jahre alten Text von mir gefunden, den ich längst vergessen hatte. Und den ich immer noch genau so unterschreiben kann. Unterschreiben muss. Was für ein Dilemma.

„Zu begreifen, dass es immer und ausschließlich um zwei Dinge gehen wird. Um das Scheitern und das Schreiben, mit Sinn oder ohne. Völlig dahingestellt. Das ist nicht wichtig, das darf gar nicht wichtig sein.

Scheitern und Schreiben. Die einzigen beiden Dinge, für die ich wirklich Talent mitbringe und die sich gegenseitig bedingen, wie Ying und Yang und Schwarz und Weiß, wie aufgeräumt und Chaosschublade, wie Kampf und Niederlage.

Ich bin nicht gemacht, für diese Welt, in der man seinen Job jahrzehntelang beständig ordentlich erledigt, ohne sich an ihm zu verleugnen. In der man an Steuererklärungen schnitzt und für Altersvorsorge sorgt und ein Leben versichert, das nicht zu versichern ist. Was ist das für ein unglaubliches Monstrum da draußen, an Zahlenwelt und Fristen und Geschichten, die es nicht wert sind erzählt zu werden, nicht einmal gesehen, schon gar nicht gelebt. Weiterlesen


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Teilen macht glücklich

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Und ich freue mich unheimlich, wenn Euch das ein oder andere Zitat aus den „Helden“ vielleicht so gut gefällt, dass Ihr es durch die Welt schicken, an Freunde senden, auf Eurem Blog einbinden, oder auf die große „Social Media Reise“ schicken wollt.

Denn wir haben einen großartigen, heldenhaften Start hingelegt, es gibt tolle Rezensionen und Leserstimmen, der Titel wurde von BOD in das Indie-Book-Magazin aufgenommen, das dem Buchreport Magazin in allen Buchhandlungen beiliegt, Amazon hält nun dauerhaft lieferbar, bei der Buchhandlung Janssen in Bochum gab es unglaubliche 20 Vorbestellungen…  ganz großartige Dinge passieren. Weiterlesen


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Ich lasse los – die Helden sind frei

Ich weiß nicht, wie lange ich auf diesen Zeitpunkt sowohl ungeduldig warte, als auch vor ihm bange, aber jetzt ist es tatsächlich soweit. Mein Roman und Herzstück „Wir waren keine Helden“ ist per VLB für sämtliche Bestellwege angekommen. Wer ihn nun im Buchhandel, online oder im Laden, bestellt, wird die Hardcoverausgabe pünktlich zum 1.7. in Händen halten können. Und auch das edel & electric eBook ist zumindest bei Amazon bereits vorbestellbar und steht ab kommenden Freitag dann überall zum direkten Download bereit.

Helden Cover

Die „Helden“ waren und sind mir unheimlich wichtig.
Da steckt alles drin, was ich im letzten Jahr abliefern konnte, um diese Story endlich in Buchform zu wissen. Und das ist nichts Geringeres als „Sugars“ Leben, das ein wenig auch meines ist. Und eine Menge Auseinandersetzung mit dem Reifen, der unzerstörbaren Sehnsucht nach Beständigkeit in Freiheit. Auch eine kleine Hommage an diejenigen, die wir ein Leben lang waren. Und dennoch nicht für ewig sein können.

Es war eine spannende Sache für mich, in der vergangenen Woche diesen Roman – der sich an gängige Roman-Regeln nur bedingt hält – erstmals unter Wohl und Wehe von knapp hundert mir unbekannten „Vorablesern“ als Leseprobe zu wissen. Weiterlesen


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Warum haben wir uns nicht…?

Montag morgen, nach einem heißem Wochenende, ist der Kiez scheußlich.
Man könnte auch ehrlich sagen. Manchmal ist Ehrlichkeit scheußlich, manchmal wären Lügen schöner, auch wenn die ganze Welt herumposaunt, dass nichts ungeliebter wäre, als die Lüge. Letztendlich lügen wir uns ständig die Wahrheit schön, uns und einander, da macht kaum einer eine Ausnahme.

Montag morgen, nach einem heißen Wochenende, stinkt der Kiez. Nach Bier und Schnaps, und an manchen Ecken auch nach Liebe oder Sex, wer möchte schon auf den Unterschied wetten? Oder wer könnte, selbst wenn der wollte, oder meinte es zu wissen? Letztendlich weiß mans nie.

Am Montag morgen nach einem heißen Wochenende stinkt der Kiez, nach räudigen Hunden und räudigen Menschen, die unter den wenigen, überdachten Ladeneingängen Weiterlesen


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Der Lila Liebling läuft dem Tiger voraus

Nachdem ein Großteil am Schreiben, Büchermachen & -verkaufen schlicht auf Lernen, Verbessern und Vernetzen beruht, ist nun auch „Der beste Suizid ist immer noch sich tot zu leben“ als schöne, überarbeitete Hardcoverausgabe mit Schutzumschlag/Lesebändchen inkl. Bonustexten, auf 172 Seiten überall dort zu beziehen, wo es Bücher gibt. Im gesamten Buchhandel und darüber hinaus.

Er bereitet damit den Weg für den „Helden-Roman„, der in Kürze an den Start gehen wird und in dem so ziemlich alles Herzblut steckt, über das ich aktuell verfüge. Es hilft mir und beiden Büchern sehr, wenn ihr die Buchhandlung eures Vertrauens darauf ansetzt, wenn sich Buchhändler finden, die diesen Titeln z.B. die Chance auf eine kleine Frontalpräsentation bieten. Sie sind über Libri remissionsfähig, kommen also ohne Risiko, aber mit viel Engagement. Soweit Buchhändler oder Presse Interesse an einem Leseexemplar haben, genügt eine kurze Mail an mich, dann macht sich ein frisch gedrucktes auf den Weg.

Dieser hübsche, lila Liebling bittet somit heftig um Gunst & Glück und hat den Tiger bereits fast im Gepäck. Herzlichen Dank fürs Teilen, Mögen, Verschenken, Vernetzen:

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„…Der beste Suizid ist immer noch sich tot zu leben“ gehört zu den wenigen Kurzgeschichtensammlungen, die mich begeistern konnten. Es ist nicht möglich, eine Schublade für die Erzählungen zu finden. Jede ist auf ihre ganz besondere Art und Weise einzigartig und lesenswert. Menschen, die sich für Sprache begeistern können, sind hier genau richtig.“ (Susanne Kasper, Literaturschock)

Hardcover mit Schutzumschlag, 16,90 €
172 Seiten / 3-8391-1114-7

weiterhin als eBook bei edel & electric, 4.99 €
3-96029-001-8

 

 


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Von Formen, Würfeln und Torten

Läuft gerade alles nicht so.
Das kommt vor. Manchmal sperren sie sich plötzlich.
Die Dinge von denen man glaubte, dass sie zwischenzeitlich doch längs durch die Sehnsuchtschlitze passen. Wie Klötze in die Kleinkinderwürfel mit den ausgestanzten Formlöchern. Kreise, Würfel, Sterne, Monde – wenn Du ihre Besonderheiten erkannt hast, ihre Ecken und Kanten, ihre einzig existente Form – dann passen sie in die richtigen Schlitze. Dann macht alles einen Sinn. Und Sinn Ordnung. Und Ordnung macht aufgeräumt.

Manchmal sperren sie sich. Vielleicht, weil ich versuche das Eckige ins Runde zu bekommen. Oder weil jemand Weichmacher draufgeschüttet hat und die Dinge ihre Form verändern. Oder was weiß ich. Manchmal läuft es vielleicht gerade einfach nicht so. Mit den Sehnsuchtsschlitzen und den Traumwürfeln.

Ich merke das. Mit der Zeit wird das Nervenkostüm dünner.
Da wirft man nicht wie ein Kind den ganzen Würfel in die Ecke. Aber verlockend wäre das schon. Weiterlesen