Vom Scheitern, Schreiben & das Näschen mit Textstaub pudern

Himmel! Ich habe einen drei Jahre alten Text von mir gefunden, den ich längst vergessen hatte. Und den ich immer noch genau so unterschreiben kann. Unterschreiben muss. Was für ein Dilemma. "Zu begreifen, dass es immer und ausschließlich um zwei Dinge gehen wird. Um das Scheitern und das Schreiben, mit Sinn oder ohne. Völlig dahingestellt. …

Immer weiter

Nun. Hilft ja nichts. Neben aller Lobhudelei muss auch Platz fürs Scheitern sein. Es ist ja nicht so, dass ich nicht bereits seit gut 14 Tagen mit genau diesem Schreiben gerechnet hätte. Aber wenn es dann so vor mir liegt, - naja, dann ertappe ich mich doch beim gehörig mit mir hadern. Natürlich geht meine …

Candy

Vor einem Jahr, Ende Mai, habe ich sie... - ja, was habe ich sie denn? Kreiert, erfunden, gefunden, ausgedacht, auf den Weg gebracht? Eine Fiktion geboren? Oder mich einfach nur hinter einem anderen Namen versteckt? Einem Namen, der mich durch Zufall viele Jahre zuvor, beiläufig streifte. Irgendwo aufgeschnappt, gelesen, und dann viel später wieder erinnert, …

So lange. Bis zum Irgendwann.

Irgendwann war irgendetwas schiefgegangen. Vor Jahren im großen Ganzen. Und im Anschluß seitdem immer wieder im Kleinen, das einfach kein großes Ganzes mehr werden wollte . Irgendetwas war niemals mehr richtig. In den Anfängen. In Alltagsverschnitt, in Alleinefragmenten und Herzbruchstücken. Es gab immer einen Punkt, an dem wie im Zeitraffer alles in sich zusammenfiel, als …

Wohin mit all dem, was nicht mir gehört

Was tut man nur, mit all dem persönlichen Gepäck, das man nach und nach dem anderen in die Bude schleppte? Was einfach zurückbleibt und den Staub ansetzt, aus dem sich schon lange gemacht wurde? Wohin mit dem großen Schrankkoffer aus fremden Erfahrungen und ungeweinten Tränen, den vier starke Möbelpacker nicht mehr hinaus gekantet bekämen, ohne …

Ohne Netz und doppelten Boden

Sie steht zwischen Lohas Coffee und dem Bioladen. Fast jeden Tag, von Mittag bis Abend, hat ihren Platz dort eingenommen, neben dem Fahrradständer der ungeheuer sportlichen, gesunden Bioverköstigten und hält den Menschen freundlich einen leeren Pappbecher entgegen. Sie steht dort hungrig. Dick eingepackt im Kohlehydrate Übergewicht der Armen, und einem zotteligen, beigen, langen Wollmantel. Eine …