Da kann man nichts machen

Nach unendlich vielen Jahren kommt Töchterchen, dem ein großes Tierlexikon von A-Z auf den großen Zeh gefallen ist, und bittet um das heilende Zauberlied ihrer Kinderheit.
Ich puste und singe.

„Heile, heile Gänschen, wird bald wieder gut.
Das Kätzchen hat ein Schwänzchen, wird bald wieder gut.
Heile, heile, Mäusespeck, – in hundert Jahren ist alles weg.“

Zur Spontanheilung gesellt sich die Weitsicht.

„Aber in 100 Jahren bin ich ja auch weg.“
„Hm. Das ist der versteckte Scherz dieses Liedes. Wenn man den begriffen hat, hat man alles begriffen.“
„Kann man nichts machen, was?“
„Ne, leider. Kann man nichts machen.“
„Na, ist ja noch hin.“

Sage einer was, gegen die Kraft der Küchen- und Alltagsphilosophie.
Da kann sich Sloterdijk doch gehackt legen.

Candy Bukowski

5 Antworten auf “Da kann man nichts machen”

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