Candy Bukowski

Autorenblog

„Glückliche Tage“ im Schauspielhaus

10 Kommentare

„Keine Verbesserung, keine Verschlechterung. Keine Veränderung, Keine Schmerzen. Man muss dankbar sein, es wird schon wieder ein glücklicher Tag gewesen sein.“ ….

Samuel Beckett „Glückliche Tage“ im Schauspielhaus. Ein unglaubliches Zweipersonen-Stück, von denen einer gebrochen schweigt und die andere, bewegungslos bis zum Hals, in einem Bühnenbild, gefüllt mit Wasser steckt und ein ungelebtes Leben wegzureden versucht.

„Ich wünschte, Du hättest öfter auf meiner Seite gelebt. Ich wäre eine andere Frau gewesen.“

Das Publikum des ausverkauften Malersaals honorierte die nicht nur wortgewaltige Bühnenleistung nach dem fallenden Vorhang durchgängig mit deutlichem „Puh!“ und anhaltendem Beifall. Und zumindest wer noch nicht auf eine Jahrzehntelange Paarbeziehung zurückblicken kann, versucht sie sich nicht mehr unbedingt herbeizuwünschen.

Doch, das war bemerkenswert gut! Und ich möchte zu gerne wissen, wie sie dieses komplett schwimmende Bühnenbild hinbekommen haben. Karten zu ordern erscheint leider sinnlos, das Stück ist bis in den März hinein ausverkauft. Aber Beckett zu lesen, scheint mir auch eine gute Wahl zu sein.

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Autor: Candy Bukowski

Autorin beim Verlag edel & electric. Lieferbare Titel: "Der beste Suizid ist immer noch sich tot zu leben" (30 Erzählungen) Print 2014 / eBook 2015. "Wir waren keine Helden" (Roman) Print & ebook 2016

10 Kommentare zu “„Glückliche Tage“ im Schauspielhaus

  1. Ja. Beckett ist mein Kafka.

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  2. Beckett habe ich noch nicht gelesen, auch nicht in meiner “existenzialistischen” Phase. Hatte es früher mit den Antipoden Joyce und Flann O’Brien zu tun. Das war ein schöner Anstoss, danke.

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  3. Beim Bühnenbild haben sie gemogelt, Candy. Ich weiß zwar immer noch nicht, wie, aber ganz eindeutig: sie haben gemogelt. Die Gesetze der Physik sprechen dafür! Ansonsten war es ein wunderbarer Abend … „keine Verschlechterung.“ :-)

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    • Der Zuschauerraum ist leicht nach links geneigt aufgebaut worden und das Bühnenbild wurde nach der Pause um ca. 15 Grad gekippt.Das Auge lässt sich täuschen und kommt zu diesem verblüffenden Effekt.

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      • Hey, danke für die Profi-Erklärung! :) Mir Physik-Dummie erschließt sich das trotzdem noch nicht, aber ich wäre teuflisch neugierig, wie hoch, bzw. wie vermutlich niedrig das Wasser da stand. Auf jeden Fall ein unglaublich gutes Bühnenbild! Von Dir/Ihnen gemacht? Netter Gruß! Candy

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  4. Klingt genial. Schön, dich mal wieder zu lesen.
    Missed you.

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