Was ich brauche… Aktion #Muttertagswunsch

Anstatt des üblichen Muttertagswahnsinns wurde eine überaus sinnvolle Aktion ins Leben gerufen, an deren Ende ein offener Brief an die Politik stehen soll. Ein Brief, voll gefüllt mit dem, was wir Mütter und Väter, insbesondere in alleinerziehende Familien, wirklich dringend benötigen.
Eine ganz großartige und wichtige Idee, angestoßen von Mutterseelesonnig (hier gehts zum Originalaufruf) und der bekannt engagierten Christine Finke vom Blog Mama arbeitet. Eine herzliche Einladung an alle, bis zum 15.5. auf sämtlichen Webkanälen, auf Blogs und Twitter unter dem #Muttertagswunsch eine wirklich große Welle anzustossen.

Da bin ich gerne dabei und ich hoffe, viele von Euch sind es auch, denn ganz ehrlich….

  • Ich brauche kein gesticktes Herz, ich brauche bezahlbaren Wohnraum ohne ins Ghetto abzurutschen.
  • Ich brauche keinen Kuchen, ich wünsche mir eine spürbare „Enteinsamung“ von Alleinerziehenden, die jahrelang ab 19 Uhr aus Augen und Sinn ihres Umfelds verschwinden, ohne dass es jemandem auffällt.
  • Ich brauche keinen Wellnesstag, ich brauche nach endlos vielen Jahren einen wirklichen Urlaub – und damit meine ich keine gruselige „Mutter/Kind-Kur“.
  • Ich brauche kein Gedicht, ich brauche eine starke politische Stimme für die faire Behandlung alleinerziehender Elternteile und ihrer Kinder.
  • Ich brauche keine Blumen, ich brauche positive Schulkonzepte für meine Tochter, auch wenn ich Vollzeit arbeite und sie nicht ausreichend unterstützen kann.
  • Ich brauche keine Auszeit, sondern ZEIT. Und ein Leben über funktionierende Existenz hinaus.

Ich brauche den gesamten Muttertagsschnickschnack nicht, sondern:

  • ich brauche ein tragbares Konzept gegen die Altersarmut alleinerziehender Mütter, denen am Ende des Monats kein Cent für eine private Vorsorge übrigbleibt
  • ich brauche deutliche finanzielle Entlastung bei Klassenreisen, Kinder-Hobbys etc. ohne zum Einzelfallbittsteller zu werden und meinen Stolz verlieren zu müssen.
  • ich brauche eine Gesellschaft, die ein niedriges Familieneinkommen nicht mit „sozial schwach“ gleichsetzt und meinem Kind und mir damit einen unglaublich falschen Stempel aufdrückt.
  • ich brauche Arbeitgeber, die nicht von „Überqualifizierung“ sprechen und damit eigentlich die  „Ü40-Aussortierungs-Normalität“ meinen.
  • ich bräuchte die Möglichkeit zugeben zu können, dass ich manchmal einfach nicht mehr kann und hin und wieder einen unerwarteten Menschen der mir den Druck nimmt, es ununterbrochen zu müssen.
  • ich brauche einfache, konkrete Hilfe und unbürokratische Konzepte für ein verdammt anstrengendes, aber auch leistungsstarkes und liebendes Kleinstfamilienmodell.

Puh! Das ist eine ganze Menge an Dingen, die aus einem heraussprudeln, wenn man endlich einmal mal gefragt wird. Alleine dafür bin ich dieser Aktion schon dankbar.
Also:  #Muttertagswunsch – jeder einzelne zählt.

3 Antworten auf “Was ich brauche… Aktion #Muttertagswunsch”

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