Candy Bukowski

Autorenblog


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„Wir waren keine Helden“ live – Lesungen 2016/17

Ja! Ab morgen geht es endlich wieder los, es stehen kurzweilige frische Lesungen, mit Moderation und lockerer – natürlich wahnsinnig intellektueller – Unterhaltung über Helden im Allgemeinen und im Besonderen an. Bisher waren alle Lesungen, ob in HH, Berlin oder Bochum, stets ein großes Vergnügen, deshalb bin ich ganz optimistisch, dass es auch so weitergeht. Und hey! – Morgen gibt es sogar Drinks & Barfly Stimmung, und somit überhaupt keinen Grund, irgendwo anders zu sein.
Ich freue mich unheimlich auf Euch!

Die aktuellen Termine 2016/2017:

09.12.16:
HAMBURG – Club 20457: Helden Lesung
Es moderiert Jan Ehlert vom NDR

20 Uhr / Einlass 19 Uhr
Eintritt: € 8,-

17.02.2017
HAMBURG – Büchereck Niendorf
19.30 Uhr
Eintritt: € 8,-

02.03.2017
KIEL – Buchhandlung Almut Schmidt
19.30 Uhr
Eintritt € 10,-

28.04.2017
DILLINGEN / SAARLAND – Buchhandlung Drachenwinkel
es moderiert Isa Theobald
20.00 Uhr
Eintritt: € 6,-

24.09.2017
STUTTGART – Merlin Kulturzentrum
11.30 Uhr
Eintritt: Vorverkauf € 6,- / Abendkasse € 8,-


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Warum haben wir uns nicht…?

Montag morgen, nach einem heißem Wochenende, ist der Kiez scheußlich.
Man könnte auch ehrlich sagen. Manchmal ist Ehrlichkeit scheußlich, manchmal wären Lügen schöner, auch wenn die ganze Welt herumposaunt, dass nichts ungeliebter wäre, als die Lüge. Letztendlich lügen wir uns ständig die Wahrheit schön, uns und einander, da macht kaum einer eine Ausnahme.

Montag morgen, nach einem heißen Wochenende, stinkt der Kiez. Nach Bier und Schnaps, und an manchen Ecken auch nach Liebe oder Sex, wer möchte schon auf den Unterschied wetten? Oder wer könnte, selbst wenn der wollte, oder meinte es zu wissen? Letztendlich weiß mans nie.

Am Montag morgen nach einem heißen Wochenende stinkt der Kiez, nach räudigen Hunden und räudigen Menschen, die unter den wenigen, überdachten Ladeneingängen Weiterlesen


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Electric Nights Vol.1 – die edelwilde Lesung in Hamburg

Es fühlt sich seltsam an schon wieder mit einem Termin um die Ecke zu kommen, aber es geht edelwild weiter und eine Lesung passt doch noch locker in dieses unglaubliche Jahr.
Aufgerufen wird diesmal Hamburg und Umgebung, ich darf zusammen mit dem Bestsellerautor Markus Heitz lesen und mit Vol.1 die neue Lesereihe „Electric Nights“ von edel & electric einläuten. Das ist mir eine große Ehre und uns allen sicherlich großes Vergnügen. Lasst uns bei bestem Alkohol einen literarisch schönen Abend erleben, wir freuen uns sehr darauf!

Am Mittwoch, den 02.12.15 um 19.30 Uhr
im Club 20457 in der Hamburger Hafencity.
Der Eintritt ist kostenfrei und auf der FB Einladungsseite gibt es noch mehr Infos zum spannenden „Kommando Flächenbrand“ von Markus Heitz.

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Unter die Haut gestochen

Man sollte immer das tun, was man doch unbedingt noch tun wollte. Zusammen sollte man das besonders. Einhalten, nicht vergessen, nicht ablaufen lassen. Der Wolf und ich wollten seit Monaten in die Tattoo-Ausstellung, also waren wir glücklicherweise auch endlich dort.
Sie ist nicht besonders groß, aber sehenswert.
Was uns am meisten faszinierte? Zu erfahren, dass in Hong Kong Schweine unter Narkose tätowiert werden und anschließend als lebende Kunstwerke ein Schweineleben in Luxus führen. Sie werden nie geschlachtet, sondern sterben irgendwann eines natürlichen Todes und werden anschließend präpariert. Das ist jetzt nicht unbedingt naturorientiert, aber ja auch mal eine Sichtweise. Und auch der Romantikfaktor eines Chemie-Professors hat mich sehr berührt. Ein Glukose-Molekül, geteilt mit einer verlorenen Liebe, das ist Futter für mein kleines Drama-Gen.

„Tattoo“. Noch bis zum 09.09.15 in Hamburg. Museum für Kunst und Gewerbe.


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Unterwegs – Öfter mal genauer hinsehen

Fototouren haben hier ja ein wenig Tradition.
Es geht darum genauer hinzusehen, anders zu schauen, mehr zu entdecken. Dafür ist der Blick durch eine Kamera hilfreich. Und zu zweit macht es eindeutig mehr Spaß. Früher war ich mit Kerl unterwegs, zwischenzeitlich habe ich Töchterchen auf den Geschmack gebracht und bin überrascht, wieviel Freude es ihr macht. Alles bleibt in Bewegung. Wir haben in der Hamburger Schanze genauer hingesehen und neu entdeckt:


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Ein Kreidestrich ist ein Kreidestrich, ist …

Seit einiger Zeit ist unser Viertel beschriftet.
Irgendwann trat man morgens aus der Tür und fiel nach wenigen Schritten über eine Nachricht. Eine Aufforderung. Eine Frage. Ein Statement.
Man stutzte kurz, schüttelte verwundert den Kopf oder grinste sich eins.
Und ging weiter. Um festzustellen, dass einen diese Nachricht an der nächsten Ecke wieder einholt. Und an vielen anderen. Dass man ihr nicht so einfach auskommt und dass sie , selbst wenn man sie ignorieren möchte, etwas mit einem anstellt.

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„FREI SEIN“ steht in bunten Kreidebuchstaben auf den Beton geschrieben. Völlig unspektakulär, eher nett und harmlos. Eine kleine Spielerei vielleicht. Es hat viele Male geregnet seitdem. Und immer wieder sind sie neu aufgemalt, die netten Buchstaben, denen man einfach nicht auskommt.

Auch nicht, wenn man sie bereits kennt.
In diesem Fall liegen sie auf der Straße herum und erinnern einen. Klopfen an irgendeine Synapse und stellen dir erneut ihre Frage. Bist du frei? Fühlst du dich so? Ist sie erstebenswert für dich? Vermisst du sie? Wie lebst du so? Und fühlt es sich richtig an, wie du lebst? Bist du authentisch?

Hast du die Freiheit, immer wieder ja zu allem zu sagen? Bist du frei in deinen Entscheidungen? Ist dein Herz weit oder eng? Lächelst du? Oder hast du eine steile Stirnfalte? Von allem genug, viel zu verlieren oder gar am Ende zu wenig?

Maren Steen, eine St.Georgianerin, hat diese Aktion leise wortlos gestartet, in den Medien wurde bereits über sie berichtet, inzwischen folgen die Kids ihrem Vorbild und zittern mit ungeübter Schreibhand, die Frage nach der Freiheit auf die Straße.

Seitdem ist unser Viertel beschriftet und ganz nach Tagesform und Laune, machen die bunten Kreidebuchstaben etwas mit einem. Das ist klein, das ist fast schon lächerlich, vor allem aber, ist es schön.

Wen man mag, kann man sich überlegen, von wieviel Nachrichten wir ununterbrochen umgeben sind und was sie wohl so mit uns anstellen. All die negativen, destruktiven, menschenverachtenden, sexistischen. Oder auch das ganz normale, all das was wir jeden Tag sehen. Auch ungeschrieben ist eine Nachricht, eine Wahnehmung, eine Realität, ein existentes Statement. Oder nicht? Und wenn man das nicht möchte, ist man dennoch nicht frei davon, dass es das eigene Denken und Fühlen beeinflusst.

Wenn diese kleine Lächerlichkeit „FREI SEIN“ den Einzelnen aus dem kleinen Mikrokosmos eines Großstadtviertels berührt und beeinflusst, was wäre denn dann, wenn wir weltweit schöne Kreidesätze schreiben würden? Solche die uns lächeln lassen. Oder die Sinne für Gutes schärfen.

„Du bist toll!“
„Das Leben ist schön!“
„Heute schon geliebt?“
„Lächeln!“
„Glaub an Dich!“
„Du bist es wert. Was? Alles!“
„Sonne kommt wieder!“
„Anständig bleiben und Spaß haben!“
„Heute Glück für alle!“

Was dann wohl passieren würde, in einer Welt – auch gut und sichtbar gefüllt – mit Küchenkalendersätzen. Die oft verhöhnten und als lächerlich abgetanen. Ich wage es mir kaum vorzustellen.

„Wage es!“
Oh. Doch. Schon besser!

Candy Bukowski