„Männer sind Pisser“

„Wie? Du bist auch alleine? Das wusste ich nicht, das sah bei Schulveranstaltungen immer so nach Heiler Welt bei Euch aus.“
„Ja, das dachte ich bei Dir auch. Aber Heile Welt ist ausverkauft, wir sind schon viele Jahre getrennt.“

Zwei Frauen. Gar nicht so Üble. Gar nicht so Dumme. Gar nicht so Unattraktive.
Zwei, die sich über die Kinder kennen. Anscheinend nicht sonderlich gut. Wie man sich eben so kennt, wenn man sich beim Holen- oder Bringen mal sieht, immer auf dem Sprung, gerade aus dem Job oder auf dem Weg dorthin. Einen schnellen Einkauf in der Hand, einen abgehetzten Blick im Gesicht, aber mit Lächeln. Immer schön lächeln, das pimpt den Tag. Und das Gras ist bekanntlich auf der anderen Seite des Zaunes, immer grüner. Zwei, jetzt erstmalig bei einem entspannten Drink zusammen. Die Abschlußfeier der Viertklässler will geplant sein.

„Ich war von Anfang an, mit meinen beiden Kids alleine. Das war die einzig logische Entscheidung, um nicht durchzudrehen, mit einem, der sowieso ständig auf der Suche nach etwas anderem ist.“
„Ganz schöne Leistung. Wir hätten das schon gerne zusammen geschafft. Aber es ging einfach nicht. Vielleicht hatten wir unterschiedliche Vorstellungen vom Leben.“
„Und jetzt?“
„Jetzt hat er das Leben und ich die Vorstellung davon.“

Sie prusten. Beide. You made my day.
Die eine schiebt sich die dunkle Sonnenbrille nach oben ins Haar und schaut mit geschlossenen Augen in die Sonne. Ein Prachttag. Einer, neben der Norm. Ein Wochenendtag. Und diesmal ganz ohne schales Gefühl, überall nur auf Familienhappiness zu stoßen. Wieviele Menschen braucht es für eine Familie? Mindestens drei. Ganz alte Gleichung aus längst vergangener Zeit. Weiterhin allerorten hochgehalten. Deutschland geht es gut, es lebe das Ehegattensplitting, und wenn es uns zerreisst!

„Ernsthaft, hast Du mal wieder jemanden kennengelernt?“
„Ja, schon. Zuerst jahrelang keinen, da war ich wie abgestellt. Unsichtbar. Vielleicht habe ich mich auch selbst unsichtbar gemacht. Aber dann habe ich wieder geschaut und auch verliebt. Was gar nicht so einfach war.“
„Bei mir ähnlich. Was für eine Organisation, jemanden überhaupt in Ruhe kennenlernen zu können.“
„Kennst Du das? Date um 22 Uhr, wenn die Kleine schläft?“
„Aber so was von! Was willst Du machen, es soll ja kein Ersatzpapa her. Nur ein guter Kerl für mich.“
„Und dann wirkt es so billig, obwohl es gar nicht billig ist.“
„Einmal habe ich einen morgens in meinem Zimmer eingeschlossen, damit mein Sohn nicht einfach reinläuft.“
„Du hast was?“
„Hammer, oder? Das ist nicht mein Leben.“
„Ich bin eine Rabenmutter. Ich erlaube am Wochenende morgens Fernsehen. Sonst hätten wir uns vermutlich schon zerfleischt, wenn ich da auch um Sieben parat stehen müsste. Sven habe ich tatsächlich mal vormittags am Wohnzimmer vorbei bis zur Haustür gebracht, ohne dass Töchterchen etwas gemerkt hat.“
„Großartig. Tja, wir sind die Panzerknacker, man wächst mit seinen Herausforderungen!“

Lachen. Befreites Lachen unter Verschworenen. Am Prosecco auf Eis nippen. Ein Anstossen nachholen. Rabenmutterblues tanzen, Leichtigkeit tanken. Ein Prachttag. Kann man gar nicht oft genug wiederholen.

„Meine Mutter sagt, mit 40 ist es vorbei, danach findet sich keiner mehr. Ich bin 39.“
„Meine Mutter sagt, mit 50 ist es vorbei. Sie muß das so sagen. Ich bin 47.“
„Pff, Mütter. Die Besten und Härtesten im Lebenslauf. Ich wollte unbedingt so viel anders machen. Und was ist? Ich führe immer mehr ihr Leben. Wie abgeschrieben, wie eingestanzt. Was für ein Wahnsinn.“
„Weisst Du, was das Schlimmste ist?“
„Ja, aber sag Du.“
„Dass ein neuer Mann, einer in den Du Dich wirklich verliebst, immer denkt, Du möchtest gerettet werden. Dass ein Versorger her muss. Und dass sie einfach nicht kapieren, dass man nie aus der Heilen Welt gegangen wäre, wenn das ausreichen würde. Das wir das hatten. Das es nicht darum geht, sondern nur um Glück. Darum, die Richtigen füreinander zu sein.“

„Treffer versenkt. Und wenn sie das nicht glauben, dann stört sie, dass sie nicht alleine im Mittelpunkt stehen. Dass es einfach noch jemanden gibt, der das Recht hat zu sein. Dessen reine Anwesenheit Akzeptanz benötigt. Ich habe noch von keinem erwartet, mit uns Minigolf zu spielen. Aber es ist schlicht schon zu viel, dass es sie überhaupt gibt. Was habe ich versucht, freie Zeiten zu schaffen. Auf Biegen und Brechen. Aber das hat nie gereicht.“

„Bei den Löwen töten die neuen Bullen den Wurf des Vorgängers.“
„Bei den Menschen töten sie die Löwinnen. Weil sie sterilisierte Kätzchen bevorzugen.“

„Denkst Du, Du bist hart geworden?“
„Nein, ich bin weich wie Butter. Ich lasse mich immer wieder ganz ein, wenn ich mein Herz verliere. Das passiert selten, aber es passiert. Die Zeiten ohne Arm sind schlimm, aber auch die stehe ich durch. Ich brauche keine Schulter, ich wünsch mir den Arm. Und den Kopf und den ganzen Kerl. Und wenn es schief geht, weil einer wortreich entschuldigend von seiner Unfähigkeit gegenüber den Dingen spricht, bin ich immer wieder neu verblüfft. Gerade weil ich so sicher war, dass es anders werden könnte. Weil ich alles eingesetzt habe, was in mir ist. Und das ist gar nicht so wenig. Ach, nenn mich ein Schaf.“

„Gegenüber den Dingen, hm. Bis die Dinge endlich aus dem Haus sind. Und wir zu alt.“
„Hast Du schonmal geglaubt, dass Du es einfach nicht wert wärst? Dass Liebe Dich nicht tragen kann, weil die Dinge zu schwer sind?“
„Was wäre das schon für eine armseelige Liebe.“
„Oder dass man einfach dafür bezahlen muss, sie einmal als zu wenig heil, vertrieben zu haben?“
„Du meinst, 18 Jahre Dauerauftrag ans Nirvana, monatlich als Blutgeld einzuzahlen, aber nur in kleinen Scheinen?“

„Ja. Und dann die Nächte, in denen man ins Kinderzimmer geht, den bettwarmen, schlafenden Wesen über die Stirn streichelt, und sich wortlos dafür entschuldigt, auch nur eine Sekunde gedacht zu haben, dass es ohne sie leichter wäre. Dass es dann mehr mit einem selbst zu tun hätte.“

„Hey, völlig neuer Gedanke! Alleinerziehend heisst nicht zu wenig zu haben. Wir haben an manchen Stellen in Wahrheit viel zu viel.“

Kurzes Schweigen. Noch ein Schluck auf uns, und einen auf die See.
All die gescheiterten Matrosen nicht vergessen.

„Ach was. Männer sind einfach nur Pisser.“
„Eigentlich mag ich sie. Sie mögen nur mich nicht. Nicht als Ganze, nicht ohne Abstriche.“
„Klar, ich doch auch. Aber los, sag mal. Männer sind Pisser!“
„Männer …  sind Pisser.“
„Das geht besser. Los!“
„Männer sind Pisser. Verpisser. Bepisser. Männer sind Pisser!“

Zwei Frauen. Gar nicht so Üble. Gar nicht so Dumme. Gar nicht so Unattraktive.
Zwei, die jetzt herzlich lachen. Die sich ausschütten. Die gar nicht mehr damit aufhören können, zu lachen.
Die Tränen lachen.

Candy Bukowski

Disclaimer:
Zwei unter 1,5 Millionen Alleinerziehenden in Deutschland. Weitab von einer zu vernachlässigenden Minderheit. Politisch, gesellschaftlich, persönlich.
Frauen, die immer wieder aufstehen, die nicht nur Mütter sind, sondern Menschen, mit den üblichen, menschlichen Bedürfnissen. Mit Lebensträumen und Zielen. Oft nicht zu erreichen, oft aufgeschoben, ins Irgendwann. Nicht immer, Ausnahmen bestätigen die Regel.
Männer sind manchmal Pisser. Nicht immer, nicht jeder. Ausnahmen bestätigen die Regel.
Trotz der Ausnahmen, darf ein solcher Beitrag in die schöne, namenlose Welt des World Wide Web gestellt werden. Er entspringt keinem männerhassenden Gedanken. Wer sich betroffen fühlt, ist betroffen. Wer nicht, möglicher Weise eine Ausnahme. Dann: Herzlich willkommen.

68 Antworten auf “„Männer sind Pisser“”

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    Dass der Titel so sein muss, finde ich schade. Konkret, dass es diese Situationen, diese Erfahrungen, dieses Verlassenwerden wegen dem viel zu viel an einer Stelle gibt, finde ich schade.
    Danke für den Text.

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    1. Ja, das ist grundsätzlich schade. Aber der Titel ist so schon richtig. Der darf, sowohl provozieren, als auch einfach mal dem ewigen Verständnis eine deutliche Absage machen. Danke für Deinen netten Kommentar!

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  2. Ach weißt du, man muss auch mal ein paar Eier essen, das ist durchaus gerechtfertigt. Aber vergiss bei deiner Rechnung nicht die Familienväter, die tatsächlich einfach da sind, denn die gibt es eben auch.

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      1. Auf den bezog ich mich ja ;-) und ich fühlte mich nicht angesprochen, weil das Leben mir jene Frage selbst noch nicht stellte. Ich kenne es nur aus meiner Familie und habe da eine Löwin gesehen, die sich nicht zähmen ließ, bis heute nicht. Und der Löwe, der liegt wohl irgendwo in der Sonne und leckt sich die Eier.

        Ich muss aber gestehen, dass ich neulich bei mir selbst feststellte, wie tief auch bei mir solche Denke versteckt sitzt. Ich traf ein befreundetes Paar mit ihrem kleinen Sohn. Der Kleine schrie die ganze Zeit und dann meinte der Paps: „Wir gehen dann jetz.“ Und da ging er und der Sohn, während seine Frau auf dem Festival blieb. Schon amüsant, dass ich davon ausging, dass alle drei gehen würden. Wäre sie diejenige mit dem Kind auf dem Arm gewesen und hätte dies gesagt, dann hätte es mich nicht gewundert, dass sie allein mit dem Kind nach Hause geht. Ich bin froh darüber, dass ich manches Mal meine blinden Flecken gezeigt bekomme, so wie ja eben auch hier. :-)

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  3. Vor vier Jahren am Mittelmeer: Ein knapp einjähriger Junge, in ersten Ansätzen des Laufens mächtig, taumelt begeistert und splitterfasernackt durch den warmen Sand auf das Wasser zu. Die Mutter ist nahe dabei. Das kühle Meer umspült seine Füße, da wird die Blase aktiv – und überrascht den kleinen Mann völlig. Er macht die Mama mit einer Mischung aus Schreckens- und Freudenschreien auf den kräftigen Strahl aufmerksam – eine Uraufführung! Die Umgebung ist hingerissen. Mama lächelt milde, die Windel noch in der Hand.

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  4. Mal wieder so ein obercooler Text, besten Dank! War so klasse zu lesen. In meinen Lehrerszeiten hatte ich, wie immer, die Blicke überall, an Elternabenden besonders. Da hockten sie und tataratäten, was das Zeug hielt, wobei so mancher Blick tief ganz woandershin schwebte…es gab regelmäßig Dramen mit Partnertausch und irritierten Kindern, es gab absurdes Theater, einmal auch eine Schlägerei auf dem Schulhof mit Würgen einer Jungmutter im Beisein kreischender Kinder….
    Nochmal: Dein Text ist klasse!

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  5. trifft den nagel auf den kopf. dieses “zu viel an einigen stellen“ erfordert schon opfer. und keiner würdigt diese opfer. doch die macht man gern, weil man sich sein leben ohne diese nicht mehr vorstellen kann. und an manchen lebensabschnitten zurück blickend begreift man, dass man doch glücklich war… vielleicht oder sogar bestimmt anders, als man sich das vorstellte, aber glücklich.

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      1. gerne ;) es ist eben anders. mit “zu viel an einer seite“ feiert man womöglich nicht so viele und so oft partys, dafür aber hat man sie umso mehr genossen. man schätzt die zeit, die man dann und wann für sich aus dem alltag heraus schneidet, umso mehr. und es sind lauter solche kleinigkeiten, die einem das leben lebenswerter machen ;)

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  6. Wo genau haben Sie das Aufnahmegerät versteckt, das diese kleine Szene festgehalten hat? Denn anders kann ich mir die Lebendigkeit darin gar nicht vorstellen, als so, dass Sie es den zwei Müttern abgelauscht haben. Sehr gut.

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  7. Ein guter, wahrer, rauher, schöner Text. Das mit der heilen Welt kenne ich auch. Es ist erstaunlich, wie groß in einem Familienalltag die Diskrepanz zwischen Eigen- und Fremdwahrnehmung sein kann. „Ihr wart doch immer so eine perfekte Familie!“ „Ihr habt doch so gut zusammengepasst!“ Nein.

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  8. Gelesen, geschluckt. Gelesen, geschluckt. Gelesen, geschluckt, beschlossen mich auf dünnes Eis zu wagen:
    Liebe Frau Bukowski, der Text macht mich doppelt traurig. Grundtraurig, weil er geschrieben werden mußte. Weil es wirklich so ist. Doch brennen mir die Augen am ärgsten wegen des Titels. Zu harsch, zu absolut. Da hilft auch der Disclaimer nichts. Müßte ich aus dem Mund eines alleinerziehenden Mannes (ja, ich kenne welche) hören: ‚Frauen sind Kackbratzen.‘, es machte mich genau so traurig. Ich hoffe, Sie fühlen sich nicht von meinen Worten angegriffen, denn so heiß wie das Thema, so glühend schwelt auch ein mögliches Mißverständnis.
    Sie schruben Frau Auwald bereits, daß Sie dem ewigen Verständnis eine deutliche Absage machen wollen. Das ist Ihr gutes Recht. Und gelungen. Ich schäme mich, weil ich auch manches Mal ein Pisser war und wahrscheinlich noch immer bin. Auch als Frau.
    Nichtsdestotrotz grüße ich Sie herzlich, weil unterschiedliche Meinung nicht weniger Zugetanheit bedeutet, Ihre Frau Knobloch.

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    1. Alles gut, nein ich fühle mich nicht angegriffen und kann gut mit unterschiedlichen Meinungen. Ich verstehe die Ihren und Ihre Gründe. Mit Wertschätzung. Ganz außer Frage.
      Dennoch bleibt der Titel. Die Welt wird mit ihm leben können. Harsch und absolut ist vieles. Wer mich kennt, weiß, wie selten ich das Wort als unversöhnliche Waffe einsetze. Und wie viel es dafür braucht. Pisser sind wir alle irgendwo. Und manchmal liest man es eben. Jeder seins.
      An Sie, einen Gruß und Respekt fürs glatte Eis.

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      1. Das mögen die Götter entscheiden.

        Wenn der Titel ein Zitat wäre, und im Grunde genommen ist er das ja auch, so könnte man ihn in Anführungszeichen setzen, oder?

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      2. Ich bin ein harmoniesüchtiger Gimpel, entschuldigen Sie! Es geht aber nicht um Schadensbergrenzung. Ist denn welcher entstanden? Die Aussage einer der Damen, „Männer sind Pisser“ ist weder wahr noch falsch, sondern Teil der Gechichte. Und es ist doch eine Geschichte, oder? Sehr emotional, sehr ruppig und bissig, vielleicht sogar persönlicher als sonst. Aber es bleibt eben eine Geschichte. Und im Titel könnte das durch die besagten Anführungszeichen verdeutlicht werden.

        P.S. Ich fühle mich nicht angesprochen, auch wenn ich in der richtigen Anwendung vorzufindender Klobrillen die Funktion, nicht ohne gelegentlichem jungenhaften Spass , in der Regel auszuführen verstehe.

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      3. Unter uns beiden prinzipiell Harmoniesüchtigen.. (ja, man darf sich wundern, das bin ich durchaus, wenn auch nicht hier und heute)… für Sie mache ich das. Wenn es denn dem allgemeinen Wohlbefinden aller dient, das Zitat auch als Zitat in den schlimmen Titel zu nehmen.
        Schön, dass Sie sich nicht angesprochen fühlen. Das freut mich. Wirklich.
        P.S: Lustig, die Klobrille hochzuklappen, habe ich noch keinem Mann dieser Welt abverlangt. Vielleicht sollte ich mal damit anfangen. So als frisch verschrieene „very pissed of woman“. ;)

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      4. vorbildliche Replik. Ganz und gar ohne Ironie (meinerseits).
        Hier werden nicht nur großartige, tatsächlich: lesenswerte Texte geschrieben, sondern (es wird) auch noch menschlich/human auf Kommentare reagiert. – Macht neugierig … noch neugieriger … ;)

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  9. Nun, was soll man bzw. ich dazu sagen. Mal wieder sehr schön geschrieben. Wie immer hatte ich das Gefühl am Tisch zu sitzen. Gegen Ende fühlte es sich dann etwas unangenehm an, wenn die anderen Tische zu einem rüberschauen und sich über die 2 Damen wundern, die in Anwesenheit von mir „Männer sind Pisser“ rufen. Nun denn, der Disclaimer holte mich wieder ins hier und jetzt.

    Ich würde das Thema Alleinerziehend gerne vom Geschlecht abkoppeln. Ja, in der Mehrheit sind es Frauen, die alleine erziehen und wahrscheinlich sind es in der Mehrheit Männer, die außer dem Erzeugen nicht mehr viel Wert geschaffen haben. Aber die grundsätzliche Problematik, die Du beschreibst ist geschlechtsunabhängig. Wer immer die Kinder hat, der hat ein logistisches Problem, wenn er „nebenher“ noch ein „eigenes“ Leben führen will. Habe das bei einem sehr guten Freund miterlebt, bei dem die Kinder groß geworden sind. Und bei ihm lief es noch vorbildlich, weil die Mutter sich um sehr viel gekümmert hat.

    Alternativ kann man sich auch gerne die Geschichten von Frauen durchlesen, die mit getrennt lebenden Männern zusammen sind. Wann immer die Kinder zu Besuch kommen ist die Freude erst dann groß, wenn sie wieder weg sind. Das ist wahrscheinlich auch sehr überspitzt und tut den Stiefmüttern und -vätern Unrecht, die u. U. mehr für die Stiefkinder tun, als es der leibliche Vater oder Mutter je getan haben.

    Man muss sich einfach im Klaren sein, dass Kinder, die Attraktivität nicht erhöhen. Kinder geben einem sehr viel und ich kenne niemanden, der seine Kinder abgeben würde (OK, in manchen Momenten, war das bestimmt für jeden bereits eine Option, aber sie über den Kopft streichen in Deinem Beitrag), man würde eher sein Leben opfern, um sie zu schützen. Aber wollte man die Kinder von Freunden oder Nachbarn „haben“? Eher nicht.

    Mein Eindruck aufgrund der Erfahrung im Freundeskreis ist, dass man als Alleinerziehende(r) am besten mit einer(m) anderen Alleinerziehende(n) zusammen kommt. Das macht die Logistik einerseits noch komplexer, aber die „Beziehung“ ist von Anfang wetterfester.

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    1. Alec, ein interessanter Gedanke, den Du da in den Raum wirfst. Nicht, dass die Idee dahinter mir fremd wäre, ich habe lange genug selbst darüber nachgedacht, so über die Jahre.
      Aus diesem Grunde, erlaube ich mir zu übersetzen, verzeih, wenn wir beide möglicher Weise kurz erschrecken:
      Körperliche Behinderung erhöht nicht gerade die Attraktivität. Wer wollte sie schon haben? Verständlich, davor auf der Flucht zu sein. Behinderte kommen am besten mit anderen Behinderten zusammen, das macht die Beziehung von Anfang an wetterfester.

      Himmel, wir reden über Lieben.
      Über das, was man sich nicht aussucht.
      Und über Kinder haben. So unattraktiv sie sich auch gestalten mögen.
      Ich sage: es scheint nicht attraktiv, Beschneidungen in Kauf zu nehmen und einen beschissenen Egokurs zu verlassen. Männer, wie Frauen.
      Das Ergebnis ist, dass wir bereits im Ghetto denken und beim Wort Pisser Schnappatmung bekommen? Ist das so?

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      1. Jetzt würfelst Du meiner Meinung nach die Themen etwas sehr bunt zusammen. Kinder sind eine bewusste Entscheidung, zumindest in Deutschland seit einigen Jahrzehnten. Mag das bei unserer Zeugung noch nicht in alle Schichten vorgedrungen sein, so gehe ich doch bei unseren Kindern davon aus, dass ihre Geburt eine bewusste Entscheidung war. Ich würde es daher eher, um Deinen Gedanken aufzunehmen mit z. B. Vegetariern vergleichen. Das ist ebenfalls eine bewusste Entscheidung. Eine Behinderung sucht sich niemand freiwillig aus. Wenn ich bei dem Gedanken Vegetarier bleibe, dann bleibe ich auch bei der Wetterfestigkeit. Zwei Vegetarier werden sich nicht über ein Schnitzel in die Haare bekommen.
        Zurück zu den Kindern und der bewussten Entscheidung. Jeder von uns wusste doch, dass man Beschneidungen in Kauf nimmt. Vielleicht war es dem einen klarer als dem anderen, aber das es Beschneidungen gibt ist klar.
        Andere Menschen haben für sich entschieden, dass sie diese Beschneidungen nicht eingehen wollen. Sei es, weil sie zu bequem sind oder weil sie Respekt vor der Aufgabe haben. Was immer der Grund ist, es war bzw. ist deren Entscheidung und die muss respektiert werden. Der „beschissene Egokurs“ hat viele Vorteile aber auch viele Nachteile. Was überwiegt kann jeder nur selbst entscheiden. Auf dem Egokurs kann man vermeintlich jeden Tag neu entscheiden. Als Eltern kann man das nicht. Man kann gehen und dem anderen Teil die Arbeit hinterlassen, aber ob man damit glücklich wird, kann ich nicht beurteilen. Auf dem Egokurs hat man mehr Freiheiten aber auch mehr Einsamkeit. Die Einsamkeit, wenn man feststellt, dass man doch die falsche Entscheidung getroffen hat, stelle ich mir sehr schwer vor. Wenn man auf einmal noch vermeintlich stolze Eltern oder Alleinerziehende sieht. Wir wissen, dass das eine genauso Schwachsinn wie das andere ist, aber wie Du selbst geschrieben hast, das Gras ist immer grüner auf der anderen Seite.
        Insoweit finde ich den Ausdruck Ghetto übertrieben. Die Entscheidung einen neuen Mann bzw. neue Frau bei anderen Alleinerziehenden bzw. die Gruppe der Noch-Vergebenen Eltern zählt auch dazu (wenngleich das andere Probleme mit sich bringt) ist eine bewusste, pragmatische Entscheidung, da sie, meiner Meinung nach, die höchste Erfolgsaussicht hat. Ist man bereit das Risiko einzugehen, dann kann man auch gerne sich im anderen Bereich umschauen. Höheres Risiko, höhere Chance.Im Ghetto hat man keine Wahl.

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      2. Da siehst Du mich vor Deiner wortgewaltigen Rationalität tatsächlich erstmalig wortlos den Kopf schütteln.
        Weil die Entscheidung zu Kindern eine freiwillige ist, ist es normal eine gesellschaftliche Entwicklung durchzuwinken, die sich in Masse gegen etwas eigentlich normales richtet?
        Ich rede nicht davon, ob Speeddating-Veranstaltungen vielleicht auch im Alleinerziehenden Club nett wären. Sondern von angeblichen Lieben, die keine Kraft haben. Die keine Kraft für irgendwas haben, das an der eigenen Nasenspitze aufhört. Genormt. Völlig normal.
        Wir müssen und werden uns nicht einig werden, aber der Schnitzelpragmatismus ist beeindruckend.
        Und: „Ghetto“ ist da, wo es installiert wird. Blöd verarmt ab nach Mümmelmannsberg, freigefegt in Harvestehude, oder in den Köpfen, die einen Zustand bereit sind, als normal zu betrachten.

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      3. Ja, ich merke auch, dass wir zum ersten Mal wahrscheinlich unterschiedlicher Meinung sind und zwischen den Zeilen habe ich den Eindruck, dass Du lieber andere Worte wählen wolltest. :)

        Wahrscheinlich sind wir gar nicht so unterschiedlicher Meinung. Wir sprechen nur auf unterschiedlichen Ebenen. Du hast auf einer Ebene Erfahrungen gesammelt, die ich, zum Glück, bisher nur aus Erzählungen von Freunden und Verwandten kenne. Entsprechend kann ich Deine Gefühle nicht nachempfinden. Ich kenne zwar das Gefühl von unglücklichen Lieben, allerdings nicht in Kombination mit Kindern.

        Entsprechend lässt sich vermeintlich leicht rational argumentieren. Die Liebe hebt die Rationalität auf. Sowohl im positiven wie im negativen Sinn. Sie lässt einen hoch fliegen und noch tiefer fallen.

        Es scheint, dass Du aktuell auf der Ebene der Liebe bist und ich auf der Ebene der Rationalität. Wahrscheinlich würde ich einer vergleichbaren Situation als alleinerziehender Vater auch zuviel bekommen, wenn meine vermeintliche Traumfrau nicht so will wie ich und dann ein(e) Blog-Freund(in) den Schnitzelpragmatismus hoch hält (bin mir noch nicht sicher, ob ich mich über Deine Wortkreation ärgern oder freuen soll).

        Bzgl. „Ghetto“ habe ich allerdings das Gefühl, dass ich Dir nicht folgen kann. Ich vermute, dass hier noch mindestens eine zusätzliche Komplexität dazu kommt. Bin mir nicht sicher, ob das hier das richtige Forum ist, um es zu klären.

        Ich wünsche Dir ein schönes WE und sei gnädig mit den armen Männern. :)

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      4. Hm. Nein, ich wollte Dir gegenüber keine anderen Worte wählen und glaube auch nicht, dass ich mich „vergriffen“ habe. Wenn, dann täte es mir leid.

        Ich bin auch nicht auf der „Ebene der Liebe, in der ein vermeintlicher Traumpartner nicht so will wie ich.“
        Wir alle schreiben Dinge mit persönlichem Bezug, die im besten Falle auch über diesen hinaus gehen. Für mich nehme ich das zumindest in Anspruch. Somit ist alles komplex und vielschichtig, da stimme ich Dir zu. Vor allem aber, ist es manchmal anders, als man auf den ersten Blick zu erkennen und zu kombinieren glaubt.
        „Den armen Männern bin ich gnädig“. Ja.
        Dir auch ein schönes WE.

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      5. Man kann das Ganze ja auch mal rumdrehen und denken: So werden die „angeblichen Lieben“ ohne Kraft wenigstens von vornherein aussortiert und nur die echten, starken bleiben da.

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      6. Verzeihung, dass ich nochmal was dazuquaken muss – aber – meine Güte ^^ … was hat diese Frau für einen geschliffenen Verstand und was (offensichtliche) Lebenserfahrung – in Folge: so viele wahre, klare, bedachte Worte. Und dabei noch „poetisch“ ;) (geblieben). :) – Dass es so wen gibt … ?!

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      7. Herzlichen Dank, es wäre sicherlich geschwindelt, würde diese Einschätzung mir nicht ein wenig schmeicheln :) Es finden sich hier allerdings auch unter den Lesern und KommentatorInnen viele ebenso kluge, lebenserfahrene und herzliche Menschen. Lesenswert, auch auf ihren Blogs. Das ist toll. Herzlich willkommen, auch Dir.

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  10. Ganz nebenbei:
    „Alleinerziehen ist weiblich. Die Anzahl der alleinerziehenden Väter ist in den letzten Jahren gesunken auf derzeit zehn Prozent. Damit sind heute 90 Prozent aller Alleinerziehenden Frauen. Sind Väter alleinerziehend, dann leben sie eher mit älteren Kindern (meist nur eines) zusammen (Statisches Bundesamt 2010, Statistisches Bundesamt 2011).“

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  11. Der Text hat mich den ganzen Nachmittag begleitet. Das schaffen nicht viele und dafür erstmal herzlichen Dank. Ich habe gezaudert und mich gewunden, mich zu äußern.
    Ich spüre Wut und Enttäuschung in diesem Text und das finde ich nachvollziehbar. Es ist ein persönlicher Beitrag und man darf sich auch öffentlich auf seinen eigenem Blog mal auskotzen und absolute Überschriften benutzen (auch wenn ich die Gänsefüsschen passender für Sie finde, so wie ich Sie bisher in Ihren Texten wahrgenommen habe; aber das ist ja auch nur mein subjektiver Eindruck). Ich finde es mutig, sich auch mal so zu zeigen.
    Was mich beschäftigt ist die Atmosphäre, die die Worte gestalten. Die lässt mich schaudern.
    Für mich ist es zu kurz gefasst, dass Thema auf Männer als Pisser, alleinerziehende Mütter als Opfer ihrer Kinder und/oder abwesender Väter, arme Männer oder generell wütende Frauen etc. zu beschränken. Das wird dann zu einem Mann gegen Frau (oder umgekehrt) Szenario, das erschöpfend wirkt.
    Ich höre die Sehnsucht zweier Frauen, die das gleiche Schicksal haben oder sich der gleichen Herausforderung gegenüber sehen mit dem Erlebten der Vergangenheit, eine neue Form für Ihr Leben zu finden und dazu gehört auch ein neuer Mann. Ich frage mich dann: Warum klappt es nicht? Woran liegt es? Wirklich an den Männern, die einem begegnen? Was habe ich damit zu tun?
    Und zum Schluss: Die Liebe trifft mich. Irgendwo. Manchmal an einem Ort, an dem ich nicht mit ihr rechne. Wenn ich offen bin.
    Liebe Frau Bukowski, ich hoffe, dass ich Ihnen nicht zu nahe getreten bin. Wenn doch, so war es nicht meine Absicht. Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht. Ihre Melanie Coupar

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    1. Liebe Melanie Coupar,
      danke für die Mühe dieses langen Kommentars. Wenn man so mag, haben Sie mit keinem der Texte hier etwas zu tun, außer sie fühlen sich in irgend einem vielleicht ein wenig erkannt, oder zuhause, mögen irgendeine Saite die klingt. Das ist diesmal nicht der Fall, völlig in Ordnung. Wobei die Saiten die uns abschrecken, eigentlich die spannendsten seien können. Können, nicht müssen.

      So wie ich, jeden Text so schreibe, wie er aktuell für mich richtig ist. Und ich habe mich diesmal aus verschiedenen Gründen dafür entschieden, ihn so abzuliefern. Weil es da draußen oft genau so ist. So ist oft die Emotion, so ist manchmal das Ressümee. Vielleicht ist es auch in mir manchmal genau so. Das wäre ein guter Grund. Lassen wir es offen.

      Natürlich kann man diesen Text auch analytisch aufbauen und ein riesen Ding daraus machen. Natürlich finden Braucher nur Braucher, natürlich findet Scheitern meist Scheitern. Und jedem Mangel steht ein Mangel gegenüber. Wir tun nichts anderes in unseren Beziehungen, als uns zu spiegeln und uns in unseren Ängsten zu bestätigen. Auch wenn sie unterschiedlich gelagert sind, im Fundament finden wir uns hellseherisch garantiert. Das ist Psychologie for beginners. Unbestritten wahr. Hängen wir noch ein wenig Laotse dran und wir landen bei „liebe Dich selbst und du erfahrst wahre Liebe“.

      Aber zum einen tickt das Leben da draußen nicht immer im esoterischen Gleichklang, zum anderen hatte ich nicht die geringste Lust, genau dieses Text mit allen denkbaren Analysen abzusichern. Ich will damit auch keine Lösung anbieten. Ich will in der Wunde stochern. Heute, sogar wüten. In der Wunde, die existent ist. In diesem Fall das Scheitern und die Enttäuschung von Lieben und Lebensmodellen unter besonderen Eckdaten. In Kontaktbörsen auch gerne „Altlasten“ genannt. Allein über diesen verqueren Begriff kann man sich Tage Gedanken machen, wenn man denn möchte. Oder an die Löwen denken.

      Ich erlebe es als ungeheure Freiheit, eine Geschichte, einen Text, so anzubieten, wie ich ihn schreiben will. Verwegen, glücklich oder angepisst, er trägt immer auch viel von mir. Er wird akzeptiert, geliebt oder abgelehnt. Jedes Ergebnis ist in Ordnung. Und wenn er es schafft zu zaudern und zu schaudern: wunderbar! Dann tut er ja auch etwas. Und das, obwohl jeder etwas anderes darin liest. Das finde ich gut.

      Es wäre natürlich auch damit getan, täglich den Satz „Liebe Dich selbst und Du findest Liebe“ zu posten. Damit wäre alles gesagt und heute hätte ich den Nachsatz „gilt auch und besonders für Alleinerziehende“ anhängen können. Ob es damit besser oder auch nur sinnig würde, sei dahin gestellt. Die Liebe trifft. ja. Je offener um so eher und umso mehr. Nicht immer mit Samtpfeilen. Aber das wäre eine andere Geschichte.

      Nein, Sie sind mir nicht zu nahe getreten. Nur nahe. Herzlichen Dank dafür.
      Mit besten Gruß, Candy Bukowski

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      1. Danke. Nochmal. – Exakt so verhält es sich. Das Leben „da draußen“ – ohne Samtpfeile und bisweilen gänzlich unesoterisch – sogar mit Pisse, menschlicher auch. Es belästigt einen nicht selten mit Gefühlen, ganz unanalysiert. Und dann gibt es wenigstens und immerhin eine „Plattform“ – sogar die „eigene“, über die man Wut, Enttäuschung, Einsicht, Analyse, Identifikation, Erfahrungen, Tatsachen, Umstände und, ja: Meinungen teilen kann. Man darf sogar eine haben. Jeder seine. Und wenn man manche nicht teilen kann oder will, darf man sie möglicherweise einfach mal stehen lassen. Wie sie da steht. In künstlerischer Freiheit. ;)

        Randbemerkt – der Text ist und hat eines vor allem: Klasse. Inklusive Titel. – Ich hoffe, das darf gemeint werden – ganz plakativ demonstrativ.

        :P

        Und jetzt hülle ich mich – endlich wieder – in goldiges ;) Schweigen.

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      2. Vielen Dank, wenn das so empfunden wird, freut mich das sehr. Ich denke auch, dass „Klasse“, im Sinne von Gedanken und Sprache, gerade bei der zweiten, den Rahmen manchmal verlassen darf, wenn nicht sogar muss. Sonst wirds Einheitsbrei, den möchte der Gedanke gerne vermieden wissen. Letzendlich macht es Spaß, mit Stilmitteln zu spielen. Schönes Wochenende!

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  12. Zu sagen, das Leben ist hässlich, wäre falsch, denn das leben ist mehr. Zu sagen, die Menschen sind schlecht, ist ebenfalls falsch, denn die Menschen sind mehr. Der Gedanke vom schäbigen Leben trifft es wohl besser, verkommen, auch grausam und böse, doch mit lichten Momenten, das könnte es sein – der schäbige Mensch einer schäbigen Welt, egal ob Mann oder Frau…

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  13. Hmm, jetzt stehe ich vor der Entscheidung, mich zu erklären oder nicht. Ich gebe hiermit zu, dass Sie mit Ihrer Antwort einen wunden Punkt bei mir getroffen habe. Sie zu analysieren wollte ich nicht, höchstens das Thema, das Sie beschrieben und mich selbst. Das war wohl etwas ungenau von mir. Ich habe einfach meinen Mut zusammen genommen und dann doch kommentiert, was mir persönlich durch Kopf und Herz schoss. Für mich ist es jetzt gut. Ihre Freiheit, meine Freiheit. Wir sind doch einfach nur zwei Frauen, die aus unterschiedlichen Blickwinkeln einen Lebensumstand betrachten, den es oft gibt in diesem Land. Vielen Dank für Ihren Beitrag und ihre Antwort. Herzlichen Gruß und ein schönes Wochenende. M.Coupar

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  14. Es ist ein herzerfrischender Titel, der als Denkanregung über diversen Urinalen hängen könnte (Dort hat Man/n auch viel Zeit zum Lesen). Aber tatsächlich: Jüngst habe ich vernommen, dass immer mehr Männer die Unterhaltspflichten verweigern. Insofern hat der Titel durchaus seine vertrackte Berechtigung.

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  15. Herrlich!
    Lächeln oder Betroffenheit, Sitz- oder Stehpisser, besser kann man es kaum auf den Punkt bringen.
    Danke für den morgendlichen Schmunzler.
    ;o)

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  16. Kurz vor dem Lachen, kurz vor dem Weinen. So ging es mir beim Lesen. Ein Mitschnitt aus dem Leben, wie es sein kann.
    Besonders schön: ” Das es nicht darum geht, sondern nur um Glück. Darum, die Richtigen füreinander zu sein.”

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  17. Da ich weder allein- noch sonstwie erziehend bin, hat der Text mich jetzt nich so persönlich betroffen, daher wollte ich einfach mal ein Kompliment für die schönen Dialoge hierlassen. Man hat wirklich das Gefühl, mit den beiden am Tisch zu sitzen.

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  18. Mitten aus dem Herzen und voll ins Herz getroffen. Ich kenn den Tisch viel zu gut und jeden Satz, der hier fällt. Ich glaub, das versteht nur wirklich, wer solches auch kennt.

    Vielen Dank Frau Bukowski für diese feinen Zeilen.

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  19. Mitten aus dem Herzen und voll ins Herz getroffen. Ich kenn den Tisch viel zu gut und jeden Satz, der hier fällt. Ich glaub, das versteht nur wirklich, wer solches auch kennt.
    Vielen Dank Frau Bukowski für diese feinen Zeilen.

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  20. Ja, ein solcher Beitrag darf sein, und ich habe die grösste Achtung vor jeder allein erziehenden Person in jedem Land der Welt. Ich möchte einfach daran erinnern, dass es auch Männer gibt, die viel zu spät erkennen, dass sie genau so wenig ganzheitlich erkannt und gewollt waren – als Erzeuger, ja, als Ernährer, auch – aber als wirklicher Partner? So mancher ist ein gutes Stück gegen seinen Willen nur Bezahler – und bezahlt dabei auch ein Stück weit mit für jene Männer unter uns, die wirklich Pisser sind.

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  21. ‚Wer sich betroffen fühlt, ist betroffen. Wer nicht, ist vielleicht eine Ausnahme.‘
    Zwei wichtige Sätze, die die Spreu vom Weizen trennen.
    Ich konnte beinahe jede Aussage in dieser Geschichte aus eigener Erfahrung bestätigen.
    LG

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