Ein Ort ohne Straßennamen

Später, als junge Erwachsene, zu der Zeit in der man beginnt, Kindheiten miteinander abzugleichen, irgendwann zwischen dem 5.Bier und dem nächsten Sonnenaufgang, lernte sie, dass fast keiner von einer glücklichen zu sprechen bereit war. Irgendetwas war immer, worauf man gut hätte verzichten können. Das gehört wohl dazu, zum Freischwimmen und dem zum Scheitern verdammten Versuch …

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Sie rennt wie ein gehetztes Reh über weichen Waldboden. Über Erde, Moos, Tannennadeln. Stolpert, strauchelt, reisst sich wieder hoch. Hetzt weiter. Kleine, schmutzverkrustete Füße an nackten, braunen Beinen, die unter ihrem einfachen Kleid herausschauen. Leinen vermutlich. Es könnte auch ein anderes, derbes Material sein. Unter ihren winzigen Füßen nun Reisig. - Sie ist doch noch …

Das Monster im Rücken

Es liegt hinter ihr und greift mit eiskaltem, stählernen Griff um ihre Taille. Löst die angestaute Bettwärme auf und atmet in ihren Nacken. Heiß, gewaltig, gleichförmig. Es ist riesig. Und es ist real. Sie spürt es lechtzen und erstarrt bewegungslos mit geschlossenen Augen. Das einzige, was sich lebendig anfühlt in ihrem Körper, ist eine überschäumende …

Smaragdgrün

Sie sitzt drüben, an einem Biertisch unterm Kastanienbaum und genießt wie alle hier den schönen Spätsommertag. Ich war bis eben in mein Buch vertieft und habe rein zufällig beim Nase in die Sonne strecken, zu ihr hinüber gesehen. Sie ist eher klein, kurvig, hat ihren perfekten Hintern in einer engen Jeans stecken und trägt hell …

Forever young. Forever.

Wir haben uns mit 20 geliebt, mit 30 und mit 40. Als unverrückbares Grundgefühl, egal was passierte und mit wem wir gerade zusammen waren. Einfach weil unsere Pläne nicht in ein gemeinsames Leben gepasst hätten. Und weil wir sie dann vermutlich totgeliebt hätten, unsere Liebe. Wir haben miteinander geschlafen. Mit 20, mit 30, mit 40 …

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