Fragmente des Fragments II

Wenn man sich selbst für den stillen Raum entscheidet, muss man um ihn kämpfen.
Das ist das Abstruseste. Das Widersinnigste.
Dass man an Türen wieder und wieder kratzen muss, um Eintritt zu erhalten.
Alle Kraft aufbieten, um zu beweisen, dass keine mehr vorhanden ist.
Es muss Dir ernst sein. So ernst wie dein Leben.

Dann öffnet sich die Tür.
Der Stille Raum ist keine stille Treppe.
In ihm sein zu dürfen, überwiegt das sein müssen.
Nicht mehr zu müssen, ersetzt nicht mehr zu können.
Selbst Widersinnigkeit beinhaltet Logik.

Wenn Du sie begriffen hast, entsteht Freiheit zu sein.
Freiheit abgeben, um Freiheit wieder zu erlangen.
Dann lassen sie dich in den stillen Raum.
Und dann ist es gut. Dann ist es tatsächlich erst einmal gut.

Wer hier ist, ist ein lebenstüchtiger Mensch.
Der hat sich am Leben tüchtig aufgearbeitet.
An den Dingen. Oftmals an Menschen. Immer an sich selbst.
Tüchtig.

Wer hier ist, ist.
Es gibt keine Unterschiede.
Jeder in seiner Geschichte, in seinem Tempo, seinem Sein.
Die, die nie eine Chance hatten. Die, die an vorhandener strauchelten.
1000 Geschichten. Letztendlich alle die selben.
Abgrenzen ohne abzuwerten. Ich bin ein Du.
Und jeder hat eine Stimme. Es gilt sie zu sprechen und zu hören.
Das Universum ist nicht egozentrisch.
Auch nicht egoistisch.
Es ist.

Erinnere den Unterschied.
Gesunde und sei.

Candy Bukowski

13 Antworten auf “Fragmente des Fragments II”

  1. und erinnere dich daran, dass es im stillen raum (womöglich) keine unterschiede mehr gibt. diesen inneren raum zu finden, wünsche ich uns allen – immer wieder. mitten im alltag ganz besonders.
    danke für diesen kostbaren text, liebe candy!

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  2. Es heißt: bei sich. Und ja, das Gefühl dabei ist gut – und friedvoll.

    Und nicht erwarten, es müsste und könnte mehr sein. Soll nicht mehr sein, als die eine deine meine seine ihre unsere Geschichte, durch diese Stimme.

    Bin. Herr Hund. Eine Stimme.

    Gefällt 1 Person

  3. Den stillen Raum erkämpfen. Ja. das muß man. Und der Kampf ist hart, brutal sogar. Viele unterliegen sich in diesem Kampf. Doch süß ist der gewonnene Frieden, wenn man die Waffen endlich siegreich strecken kann. Sie sind ein Du. Ein ich. Ein wir.

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