Komm, wir melden Insolvenz an, an die Liebe

Komm. Komm mit, wir gehen jetzt nach vorne an die Theke und bezahlen. Für jeden Kuss ein Glas voll Tränen, für jede liebestolle Nacht ein Wochenbett an Schmerzen. Für alle Blöße und die umgekehrte Haut, die wir uns zeigten, blechen wir mit einem Aderlass und dafür, dass nichts bleibt, reichen wir das letzte Hemd hinüber. …

Was man kennt

Jetzt ist es wiedereinmal gut. Jetzt ist alles wieder wie zuvor und wie zuvor war, wissen wir ja beide. Und was man kennt, erträgt sich. Sagt man. Sagen sie. Sage ich, einfach nur um was zu sagen. Nur dass zuvor so voll war, so unerträglich voll an uns, das lässt die Sache hinken. Aber dann …

Wäre die Freiheit… (Flaschenpost I)

Wäre die Freiheit, ein großer Bogen, weißes, reines, grenzenloses Stück Papier. Du müsstest es beschreiben, bemalen, ihm Geschichten geben und Gestalt, vielleicht ein Muster, ein breiter Pinselstrich aus deinen Farben. Du müsstest es falten. Zu einem Boot und es zu Wasser lassen. Oder ihm Flügel knicken, um zu fliegen. Es in einen Umschlag stecken, adressieren …

Gestern, wie heute, wie morgen

Aus einer lang vergangenen Zeit. Fast vergessen, schon fast nicht mehr wahr. Und dennoch ewig wahr. Gestern, wie heute, wie morgen. Immer wieder neu zu (unter)schreiben

Wie das so ist…

... wenn die Zweierdinge am Bett fallen, wie erschossene Soldaten, Fotografien in Schwarzweiß, mit dem Kopf nach unten vergraben. Dann wenn der Frieden verloren ist und den Krieg keiner gewinnen würde. Wenn Blutspuren quer durchs Land führen und die Toten davon sprechen, dass kein Schuldiger zu finden ist. Nur die Sehnsucht nach der Zeit. Und …

Durch Mondsonaten dunkle Schleierwolken ziehn

Vergessen. Dass der Himmel nicht nur Sterne birgt, auch Unendlichkeit an Nichts. Dass Wasser trägt, und dennoch alles was nicht schwimmt in seine Tiefe zieht dass Flut sich Ebbe machtvoll in den nassen Rachen schlingt, wir fröhlich Wärme tanken, unter einem Feuerball und hohe Bäume bei Gewitter furchtsam sind. Dass der schöne, bunte Herbst den …

Aufrecht und aufrichtig

Weißt Du, vielleicht bin ich Dir ein seltsamer Mensch. Durchaus an manchem gescheitert, allem voraus immer wieder an gelebten Lieben. Aber verraten… verraten habe ich sie nie. Mit wem ich geflogen bin, mit dem habe ich auch gefightet. Wer mir ans Herz ging, zog mit mir auch in die Schlacht. An wessen Seite ich auch …

Liebeskreislauf ~ Narrenschatz

Da steht man plötzlich so. Und spürt den einen Blick, der Kraft besitzt, das unterste nach oben umzukehren. Verwundernd leicht und magisch an den Strippen ziehend. Welch große Macht, der erste Blick, den man sich wiederholen möchte. Da spricht man plötzlich so. Und gibt sich Mühe, alles klug und wunderprächtig zu erzählen. Ein Band zu …

Kompromisslos. Lebe Wohl.

Daß sie ihn liebe, aber noch mit anderen schlafen könnte, erschien ihm stimmig und im Bereich der geordneten Herzensdinge.Daß sie mit keinem anderen schlief, aber andere noch liebte, war ihm zu viel, das grenzte an Verrat, und unvorstellbar großes Leid. Kein Platz, kein Sein, in all den vielen Dingen, - für ihn. Kompromisslos Mitternacht, verloren …

Fuckin´ Konjunktiv

Es wäre schön, wärst Du jetzt hier. Ich wüsste genau, was ich dann täte. Ich würde Dir entgegen atmen, dem großen Aufrechtstehen entgegen, das Du mir wärst. Und Dir. Wir zeigten dann Präsenz, wie nie zuvor einander. Wären auf der Hut und offen wie ein Buch dem der Wind die Seiten durcheinander blies und Kapitel …