Nach unendlich langen Monaten, wieder ganze Tage durchhalten können. Den Fratzen immer wieder gerade ins Gesicht sehen. Aufrecht zwischen Aufgelaufenem sitzen und eines nach dem anderen, wertfrei in die Hand nehmen. Wieder handlungsfähig sein. Weiter als 2 Tage nach vorne blicken. Die Furcht vor Überraschungen verlieren. Sprechen. Tatsächlich wieder sprechen können. Ohne mich dabei aufzulösen. …
Think about: Egoismus
Nein, keine philosophische Abhandlung. Die können große Geister besser und haben es längst getan, auch wenn ich bisher nichts davon gelesen habe. Vielleicht sollte ich das einmal tun, denn Egoismus war tatsächlich ein Begriff, an dem ich mir in jüngster Vergangenheit, trotzig das juckende Fell gerieben habe. Bis runter zur blutenden Haut, immer wieder im …
Holen wir uns unsere Leben zurück!
So lautet der Street Art Spruch einer versteckten Mauer in St.Georg, den ich im August 2013 fotografierte und hier im Blog einstellte. Wird tatsächlich nicht alt, das Ding und hat nichts an Bedeutung verloren. Auch die Mauer steht weiterhin exakt wie abgebildet, deshalb noch einmal: Ein Spruch also. Der war dem Sprayer ein Anliegen. Der …
Think about: Werte
Werte also. Vor einiger Zeit habe ich im Zuge einer psychologischen Ausbildung, ein sinnvolles Modul aus der Paartherapie vermittelt bekommen. Wie die meisten sinnvollen Arbeitsmodule, recht einfach und nachvollziehbar gestrickt: jeder schreibt auf 10 Kärtchen, spontan seine 10 wichtigsten Werte. Es ist ganz gut, das spontan zu tun, sich zu verkopfen macht es nicht wertiger, …
Amore gegen King of Chickencurry
Es gibt Dinge, die dürfen nicht passieren. Einiges andere, - ok, kommt vor, ist nicht schön, wäre anders wirklich netter gewesen, aber nun gut, was will man machen, - da kann man darüber stehen. Damit arrangiert man sich, deutlich eingeknickt in den Knien, ein dickes Brett vor dem Kopf, oder einen stabilen Eisengurt ums Herz …
Ein Jahr lang – einfach mal machen
Auf was für Ideen man so kommt, wenn man nach einem halben Leben mal beginnt, sinnvoll mit dem unbekannten, oft verkannten, kleinen, großen Ich zu tanzen. Jede Woche sich einen neuen Schatz zu heben, bespielsweise. Auf der Karte suchen, buddeln, werkeln, hochstemmen. Was ist denn für mich selber genau drin? In den großen Kisten "Werte", …
Fragmente des Fragments VII
Und dann wieder Welle. Grollend angeraunt, aus dem Scheiß Ozean der eigenen Unzulänglichkeiten. Den sagbaren und den unaussprechlichen. Hineingesogen, umgeschmissen und durchgewirbelt. Einmal durch den ganzen Dreck gezogen. Ist ja auch nicht gesund, zuviel Sterilität. Da spiel mal lieber mit den Schmuddelkindern. Mach dir die Finger schmutzig und ziehe die Schuhe aus. Die guten. Die …
Der Lustverwalter
Er hat sie fotografiert. Hunderte Male. Für die Zeit der frühen 70er, verwegen. Heute wirken die Bilder fast züchtig. Seine Geliebte in Unterwäsche, in Feinstrumpfhosen, damals en vouge. Beim Schminken vor dem Spiegel, mit roter Hochturmfrisur und erstauntem, erwachsenen Blick, mit kindlichen Zügen. Er hat jeden Bewirtungsbeleg dieses heimlichen Verhältnisses aufgehoben. Was sie trug, was …
Fragmente des Fragments VI
Notiz vom Gegenwarts- ans Zukunfts-Ich: Du hast eine Embolie alleine überstanden, und einen Herzkatheter. Dich dauerhaft von Lügen versöhnen und von Wahrheiten ohrfeigen lassen, aber Dich an Deinem persönlichen Tiefpunkt nicht durch die Ablenkung im Außen gefickt, sondern bist Innen, alleine durch die Nacht gegangen. Durch Fort Knox. Rein. Durch. Und raus. Ohne eine Menschenseele. …
Fragmente des Fragments V
Was man lernt, ist: dass Aufgabe nachgeben sein kann, und Mut selbst in kleinen, dunken Ecken blüht. Dass mit sich selbst gelassen wird, wer großzügig mit anderen beginnt, überraschender Weise nicht umgekehrt. Was man lernt ist, dass man stark wird durch die Schwäche, und wächst, an Stille die von brausend Tosen in Klarheit übergeht, dass …
