Wofür Menschen lieben…
"Wenn Du jemanden liebst, willst Du ihm Deine Geschichte erzählen. Und Du willst mit ihm zusammen sein. Nicht nur, damit Du Deine Geschichte erzählen kannst, sondern damit die Art, wie er Dich anschaut, eine neue Geschichte in Dir weckt, etwas anderes aus Dir hervorholt. Dafür lieben Menschen. Liebe ist, wenn Du spürst, daß dieser jemand, …
Ich verfüge
Ich verfüge... mich niemals, zu keinem Zeitpunkt, altersunabhängig, - weder morgen noch in 20 Jahren - in einer Pflegesituation wiederfinden zu wollen, die über das Zeitfenster konkret abschätzbarer Genesung, oder eines menschenwürdigen Sterbens hinausgeht. Vor dem Hintergrund meiner gesundheitlichen Vorgeschichte, ist es deshalb meine bewusste Entscheidung, dass im Falle eines Herz-/Kreislauf-Stillstandes auf wiederbelebende Maßnahmen, das …
Ohne Netz und doppelten Boden
Sie steht zwischen Lohas Coffee und dem Bioladen. Fast jeden Tag, von Mittag bis Abend, hat ihren Platz dort eingenommen, neben dem Fahrradständer der ungeheuer sportlichen, gesunden Bioverköstigten und hält den Menschen freundlich einen leeren Pappbecher entgegen. Sie steht dort hungrig. Dick eingepackt im Kohlehydrate Übergewicht der Armen, und einem zotteligen, beigen, langen Wollmantel. Eine …
Unterwegs – Ein Gäbelchen berühmt sein
Die besten Dinge
Die besten Dinge... Vielleicht sind die besten Dinge in den besten Jahren diejenigen, die wir früher nicht unbedingt vermutet hätten. Zu wissen, dass man selbst am wirklich tiefen Schmerz nicht stirbt, obwohl wir immer wieder neu an ihm verblutet sind; und bluten werden. So wie uns auch das größte Glück nicht endlos stillt, wenn wir …
All die blanken Kehlenworte
Man redet ja viel, wenn der Tag lang ist. Am allermeisten über Dinge, die entweder unter eher banalen Smalltalk fallen, oder unter diejenigen, in denen man sich sicher fühlt. Kurz gesagt, also über´s Wetter und über Recht haben. Dabei ist es ziemlich egal ob zu viel Sonne oder zu wenig Schnee herrscht, oder ob man …
Glück ins Glas!
Silvester Nachmittag saß ich in lieber Begleitung an der Alster. Latte Macchiato und strahlender Sonnenschein, klassischer Hamburger Jahreswechsel, der Winter klirrt hier erst Anfang Februar mit voller Wucht übers Wasser. Als einer der vielen Alsterjogger, als Unikat lässig mit einem dieser prinzipiell eher blöden Silvesterhütchen an mir vorbeilief, hob ich den Daumen. Er auch, wir …
Weil ich es kann. Und Du.
Ich muss Dir etwas beichten, sagst Du. Und mir schiebt sich das gezackte Messer durchs Herz. Weil ab diesem Satz eigentlich kein weiterer mehr notwendig, kein Wort ein unbekanntes wäre. Keines, das ich nicht bereits mitsprechen könnte,' aus der alten Geschichte von einsamen Nächten und trauriger Seele und all den Dingen, die man nicht sucht, …
Die Unsichtbare
Eine kleine Erzählung aus den Anfängen dieses Blogs, die noch einmal neu um Lesergunst buhlen darf: Sie lebt ein wenig zwischen den Welten. Schläft im ehrenwerten Haus, hinter blitzeblanken, weißen Häkelgardinen, vermutlich auf einem blitzeblanken, weißen Bett. Einem schmalen, auf dem es sich eine Person gerade so gemütlich machen kann. Ein Bett, wie es Mensch …
